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Richtig Rasen mähen!

Lesezeit: 5 min.
Erstellt am: 16.12.2022, Aktualisiert am: 15.06.2026

Ein gepflegter, sattgrüner Rasen ist das Herzstück vieler Gärten und sorgt für ein schönes Gesamtbild rund ums Zuhause. Mit regelmäßigem Mähen, einer passenden Bewässerung und der richtigen Rasenpflege bleibt Ihr Garten das ganze Jahr über gesund und widerstandsfähig. In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf es bei der optimalen Pflege Ihres Rasens wirklich ankommt und wie Sie dauerhaft für einen dichten, grünen Rasen sorgen.

Detailaufnahme von Grashalmen im Morgentau

Pflege für einen gesunden Rasen - darauf sollten Sie achten!

Wie oft Rasen mähen?

Mähen sie während der Wachstumsphase (Frühjahr bis Herbst) am besten wöchentlich. Durch den Schnitt bilden die Gräser neue Seitentriebe, frisches Grün entsteht, der Rasen wird dichter und Unkraut hat keine Chance. Anfang November sollte noch ein letztes Mal gemäht werden, bevor der Rasen dann in die Winterruhe geht.

Wie hoch Rasen mähen?

Stellen Sie die Schnitthöhe Ihres Mähers richtig ein: Sie liegt normalerweise zwischen 3,5 cm und 5 cm. Rasenflächen, die primär im Schatten liegen, sollten nie niedriger als 4,5 cm gemäht werden. Je tiefer man schneidet, desto mehr leiden die Gräser. Im Herbst/Winter sollten etwa 5cm Gras stehen bleiben.

Person mäht Rasen mit einem roten Rasenmäher von Honda

Wann sollte man Rasen mähen?

Ein wichtiger Faktor, um den richtigen Zeitpunkt für das Mähen des Rasens abzuwägen ist das Wetter: mähen Sie unbedingt vor und nicht nachdem es geregnet hat, da nasses Gras nur schlecht gemäht werden kann. Im Sommer sollten sie gegen Nachmittag/Abend mähen, damit die frisch geschnittenen Halme sich regenerieren können und nicht in der Mittagssonne verbrennen.

Muss ich den Rasen vertikutieren?

Das Vertikutieren hat gleich mehrere Vorteile für den Rasen und sollte daher 2x im Jahr (Frühjahr & Herbst) erfolgen. Hierbei wird die Grasnarbe angeritzt, das Moos flächendeckend abgetragen, die Belüftung des Bodens angeregt und neues Gras kann wieder wachsen. Auch bietet es sich an, das Vertikutieren mit dem Aussäen bzw. Nachsäen zu verbinden.

Ein Rasenmäher von Makita auf einer Wiese mit hohem Gras

Wie bewässert man den Rasen richtig?

Gerade in den Sommermonaten ist die richtige Rasenbewässerung entscheidend für einen gesunden und sattgrünen Rasen. Statt täglich nur wenig zu gießen, sollten Sie lieber seltener, dafür aber durchdringend bewässern. So gelangt das Wasser bis an die Wurzeln und der Rasen wird widerstandsfähiger gegen Trockenheit. Ideal sind die frühen Morgenstunden oder der späte Abend, damit möglichst wenig Wasser verdunstet. Ein Anzeichen für Wassermangel: Die Grashalme richten sich nach dem Betreten nicht mehr vollständig auf. Dann ist es Zeit, den Rasen ausreichend zu wässern. Moderne Bewässerungssysteme können dabei helfen, den Rasen gleichmäßig und zeitsparend zu versorgen.

Wie düngt man den Rasen richtig?

Damit der Rasen dicht, kräftig und dauerhaft grün bleibt, benötigt er regelmäßig wichtige Nährstoffe. Durch das Mähen verliert die Grasfläche laufend Energie, die mit einem passenden Rasendünger wieder ausgeglichen werden sollte. Besonders im Frühjahr und Sommer unterstützt die richtige Düngung ein gesundes Wachstum und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit, Moos und Unkraut. Achten Sie darauf, den Dünger gleichmäßig zu verteilen und den Rasen anschließend ausreichend zu bewässern, damit die Nährstoffe optimal aufgenommen werden können.

Rasen mähen bei Hitze und Trockenheit

Längere Hitzeperioden und ausbleibende Niederschläge stellen den Rasen zunehmend vor Herausforderungen. Mit der richtigen Pflege lässt sich die Grasnarbe jedoch auch in trockenen Sommermonaten gesund und widerstandsfähig halten.

Stellen Sie die Schnitthöhe im Sommer auf 5 bis 6 cm ein. Die längeren Halme beschatten den Boden, reduzieren die Verdunstung und schützen die Wurzeln vor starker Sonneneinstrahlung. Gemäht werden sollte möglichst in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden – nicht während der Mittagshitze, da der Rasen durch hohe Temperaturen zusätzlich belastet wird.

Besonders in Trockenphasen gilt: Lieber etwas seltener mähen und dabei die Halme nicht zu stark einkürzen. Wenn Sie einen Mulchmäher verwenden, kann das fein zerkleinerte Schnittgut auf dem Rasen verbleiben. Es versorgt die Grasnarbe mit Nährstoffen und hilft dabei, die Feuchtigkeit länger im Boden zu speichern.

Mann fährt und mäht mit einem Rasentraktor im Garten

Regelmäßig Rasen mähen?

Ziehen Sie auch die gewünschte Mähhäufigkeit in Ihre Überlegungen vor dem Rasenmäherkauf mit ein. Wer keinen perfekten Golfrasen anstrebt und nur gelegentlich mähen möchten, der sollte einen Rasenmäher wählen, welcher auch hohes und dichtes Gras gut mähen kann. Ein Wiesenmäher mit Heck- und Seitenauswurf bewältigt diese Aufgaben spielend. Wollen sie jedoch einen sehr regelmäßigen und gleichmäßigen Schnitt, ist unter umständen ein Mähroboter, der Ihnen die Arbeit abnimmt, die richtige Wahl für Sie.

Ist eine Mulchfunktion wichtig?

Beim sogenannten Mulchmähen wird dem Rasen das Schnittgut als Dünger wiedergegeben, anstatt es in einem Auffangkorb zu sammeln und zu entsorgen. Dazu wird das Schnittgut besonders klein gehäckselt und fällt zwischen den Grashalmen auf die Erde. Durch diese natürliche Düngung erhalten Sie einen widerstandsfähigen und robusten Rasen, der auch in Trockenperioden sein schönes Grün länger behält.

Mähroboter funktionieren grundsätzlich nach diesem Prinzip, da sie über gar keinen Auffangbehälter für das Schnittgut verfügen. Bei anderen Rasenmähertypen verfügt jedoch längst nicht jedes Modell über eine Mulchfunktion. Erkundigen Sie sich im Vorfeld, ob diese vorhanden ist. Bei einigen Aufsitzmähern lässt sich auch nachträglich noch ein sogenanntes Mulchkit anbringen.


Häufige Fehler beim Rasenmähen

  • Zu tief schneiden: Wird der Rasen zu kurz gemäht, trocknet er schneller aus und Unkraut sowie Moos können sich leichter ausbreiten. Orientieren Sie sich an der Ein-Drittel-Regel und kürzen Sie pro Mähvorgang maximal ein Drittel der Halmlänge.
  • Mit stumpfen Messern mähen: Stumpfe Messer reißen die Grashalme ab, wodurch braune Spitzen entstehen und der Rasen anfälliger für Krankheiten wird. Kontrollieren Sie die Messer regelmäßig und schärfen Sie diese mindestens einmal pro Saison. Je nach Zustand sollten Sie sie alle ein bis zwei Jahre sogar wechseln.
  • Nassen Rasen mähen: Beim Mähen von feuchtem Gras verkleben die Halme schneller und es entsteht häufig ein ungleichmäßiges Schnittbild. Warten Sie möglichst, bis der Rasen vollständig abgetrocknet ist, um ein sauberes Schnittbild und eine gleichmäßige Grasnarbe zu erhalten.
  • Zu selten mähen: Wird der Rasen zu selten geschnitten, wachsen die Halme zu lang und verlieren an Dichte und Widerstandsfähigkeit. Mähen Sie während der Hauptwachstumszeit im Frühjahr und Frühsommer lieber häufiger in kurzen Abständen.
  • Bei Hitze schneiden: Starkes Sonnenlicht und hohe Temperaturen belasten den frisch gemähten Rasen zusätzlich und können zu trockenen Stellen führen. Mähen Sie an warmen Tagen vorzugsweise in den Morgen- oder Abendstunden und wählen Sie eine etwas höhere Schnitthöhe.
  • Schnittgut liegen lassen (bei langem Gras): Bleibt zu viel Schnittgut auf dem Rasen liegen, wird die Rasenfläche schlecht belüftet und es kann Fäulnis entstehen. Entfernen Sie größere Mengen Schnittgut nach dem Mähen oder verteilen Sie diese nur in feiner Form als Mulchschicht auf dem Rasen.


Rasenmäher und andere Geräte

Ein schöner Rasen will gut gepflegt werden! Neben Gießen, Düngen und Vertikutieren bedeutet das vor allem eines: regelmäßiges Rasenmähen. Welcher Typ Rasenmäher eignet sich für wen und zu welchem Zweck? Kurz: Welcher Rasenmäher passt zu mir? Rasenfläche, Schnittbreite, etc. - welche Faktoren beeinflussen die Entscheidung beim Rasenmäherkauf?

Rasenmäher online kaufen:

Rasenmäher kaufen - worauf kommt es an?

Wie groß ist meine Rasenfläche?

Zunächst einmal sollten Sie die zu mähende Rasenfläche kennen. Je nach Fläche sollten Sie die Schnittbreite des Rasenmähers wählen, denn je größer die Schnittbreite, umso mehr Rasen mähen Sie in kürzerer Zeit.

  • Rechenbeispiel: Für eine Rasenfläche von 100 m² benötigen Sie bei einer Schnittbreite von 32 cm rund 10 Minuten Mähzeit, wohingegen Sie mit einem Mäher mit einer Schnittbreite von 52 cm nur die Hälfte der Zeit benötigen.

 

Auch beeinflusst die Größe der Rasenfläche, auf welche Art und Weise Sie mähen bzw. welchen Typ Rasenmäher Sie wählen sollten:

  • Für kleinere bis mittelgroße Flächen bietet sich ein Schiebemäher an, bei sehr großen Flächen ist ein Aufsitzmäher sinnvoll.
  • Ein sogenannter Spindelmäher (Handrasenmäher) kann bei kleineren Flächen eine Alternative sein - ganz ohne Emissionen oder Lärm.

Wie groß ist der Rasenmäher?

Sie haben sich für einen Rasenmäher mit großer Schnittbreite entschieden, da Ihre Rasenfläche sehr groß ist und Sie schneller fertig werden wollen? 

Deswegen soll es ein leistungsfähiger und kabelloser Benzinrasenmäher werden! Nur leider sind Rasenmäher dieser Größenordnung wahre Schwergewichte... und zu allem Überfluss liegt Ihr Garten auch noch am Hang! 

Hier eignet sich zum Beispiel ein Rasenmäher mit Antrieb, oder gar ein Aufsitzrasenmäher.

Rechenbeispiel: Sie haben eine Rasenfläche von 1.000 Quadratmetern – wenn Sie den Rasen mähen, dann entspricht das rund drei Kilometern, die Sie währenddessen zu Fuß zurücklegen müssen. Ein Antrieb erleichtert Ihnen die Arbeit deutlich.